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Georges Braque

Georges Braque

Argenteuil 1882 -
Paris 1963


Georges Braque wird am 13.5.1882 in Argenteuil geboren. 1890 zieht die Familie nach Le Havre, hier macht der Junge im väterlichen Malerbetrieb erste Erfahrungen mit Farben und Pinseln. Ab 1899 besucht er in Le Havre Vorlesungen und Abendkurse an der städtischen Kunstakademie, kurze Zeit arbeitet er als Gehilfe bei einem Dekorationsmaler. 1900 geht Georges Braque nach Paris, setzt seine Lehre als Dekorationsmaler fort und besucht den Zeichenunterricht an der Schule von Batignolles. Anschließend studiert er an der Académie Humbert.
1905 sieht Georges Braque im Salon d’Automne die Bilder der "Fauves", die ihn sehr beeindrucken und deren leuchtende Farben er in seinen Bildern aufgreift. Den Herbst 1906 verbringt er malend in L’Estaque auf den Spuren von Paul Cézanne, dessen Bilder er ebenfalls bewundert. 1907 stellt Georges Braque gemeinsam mit den "Fauves" im Salon des Indépendants aus. Den Sommer und Herbst verbringt er wieder malend in L’Estaque. Ebenfalls 1907 lernt er Pablo Picasso kennen und sieht dessen Gemälde "Les Demoiselles d’Avignon". Zwischen Georges Braque und Pablo Picasso entsteht eine enge Freundschaft und in der künstlerischen Zusammenarbeit sowie der gemeinsamen intensiven Auseinandersetzung mit der Kunst Paul Cézannes entwickeln sie die kubistische Malweise. 1908 stellen sie ihre Bilder in der Pariser Galerie von Daniel-Henry Kahnweiler aus.
Bis 1914 arbeiten Braque und Picasso eng zusammen, manche Werke aus der Phase des "analytischen Kubismus" (1909-12) sind kaum eindeutig einem Künstler zuzuordnen. Die Bilder werden immer abstrakter. Georges Braque fügt in seine Bilder jedoch auch Buchstaben, gemalte Etiketten oder Trompe-l’oeil-Effekte ein, was Picasso aufgreift. Ab 1912 folgt daraus die Phase des "synthetischen Kubismus", in der Braque Papiercollagen, die "Papiers collés", schafft, die Picasso wiederum aufgreift und weiterführt. Sie integrieren andere Materialien wie Papier, Holz, oder Sand in ihre Gemälde.
Im Ersten Weltkrieg dient Georges Braque als Soldat, erleidet eine schwere Kopfverletzung mit langer Genesungszeit. Erst ab 1917 entstehen wieder Werke, die er ab 1920 auch der Öffentlichkeit präsentiert. Er löst sich vom Kubismus und sein Werk verändert sich stetig in der Folgezeit.
Neben dem malerischen Werk entsteht ab 1912 auch ein grafisches Werk. Georges Braque fertigt Radierungen, auch farbige Radierungen, Lithografien sowie Holzschnitte. Ab 1939 widmet sich Braque intensiv der Bildhauerei und der Keramik. Ab 1949 entstehen die "Atelierbilder".
Georges Braque stirbt am 31.8.1963 in Paris.

Ketterer Kunst
Sammelgebiete:
z. B. KUBISMUS
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